Vatertag ohne Tour

28.5.2017

Vatertag 2017, Bollerwagen, Bier saufen, Rumgrölen, laute Musik.

Ne, sorry ist echt nicht meins.

Mit Rücksprache bei der Familie, habe ich 4 Tage des verlängerten Wochenendes zum Vatertag erklärt. 🙂

Kajakcat hatte angeboten, dass ich mich melden solle, wenn ich am Vatertag mit auf der Ruhr paddeln wollte. Vielen lieben Dank dafür, hat aber nicht geklappt bei mir.

Frank bot an, am Samstag auf der Bevertal Talsperre mit Jo zu Paddeln.
Ich fand im Windfinder eine Angabe von 17 Km/h Wind aus Südöstlicher Richtung, später drehend auf Südwest. Das heißt immer gegenan.

Diese Erfahrung machte ich schon auf der Wuppertalsperre und wollte ich nicht wieder haben, wenn ich vermeiden könnte. Also abgesagt. Wie ich über Whatts App erfuhr hatten die beiden aber doch viel Spass, wenn es auch anstrengend war.

Dafür habe ich mein Motorrad und das meiner Frau für den TÜV fertig gemacht. Ist ja auch was Wert.

Außerdem habe ich, damit ich wieder was zum Radeln habe, mein Liegeradtrike in Ordnung gebracht. Bremsen mit neuen Belägen bestückt und ausgerichtet/ eingestellt, hinten wieder ein Schutzblech montiert und eine neue Scheibe auf der Verkleidung angebracht. In den nächsten Tagen bekommt es noch etwas neue Farbe und dann sieht es auch wieder gut aus.

Ob ich allerdings damit nochmal zur Arbeit radle, ist ungewiss, seit dem Diebstahl weiß ich nicht mehr, wie ich es sicher abstellen soll – Trotz Abus Testsieger Schloß

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Heute am Sonntag, sollte dann gepaddelt werden.

Mein Bruder und ich hatten beschlossen doch mal einen Canadier zu leihen und das Fahrverhalten, die Vor- und Nachteile (evtl. besseres Fahrverhalten, dafür braucht er mehr Stauraum und Autotransportfragen) zu bewerten. Wir fuhren also bei 31 °C zum Unterbacher See. Dort eröffnete man uns, dass sie seit 2 Jahren keine Canadier und Kajaks mehr anböten. Dabei stand das aber in der PDF Preisliste noch drin.

Sehr ärgerlich. Tretbootfahren wollten wir auch nicht, selbst die Jollen waren, obwohl kein Wind am See war, alle auf dem Wasser.

Dann wiesen sie uns aber daraufhin, dass ein Stück weiter unten, Firma Grabner mit Vorführungen und Testfahrten zugegen sei. DAS war ja noch mal viel besser!!! Vergleich meines Sevylor Colorado zu einem GRABNER. Super.

Mein Bruder fuhr auf einem Canadier und ich einem Solo Kajak.

Ich war kaum an den Stegen vorbei und dachte nur, was ist das denn für ein Kackfass?  -Sorry.

Das Ding fuhr überhaupt nicht gerade aus und obwohl ich nur links paddelte, fuhr ich eine Linkskurve ich möchte es anders ausdrücken: MIR war es nicht möglich.

OK, also alles nochmal überdacht, Ruder symmetrisch eingetaucht, gleiche Kraft Rechts und Links angewendet aber ich bekam das Boot nicht wirklich unter Kontrolle.

Ja, es ging ein Hauch von Wind und ich kannte das Boot nicht aber ich konnte keine 6 Meter geradeaus fahren. Lag wohl an mir. Kann ja nicht sein, dass so ein 2500€ Luftboot nicht zu fahren ist. Ich habe mich dann nur noch mit dem Ausgleichen der Richtung beschäftigt, Bogenschläge geübt und nur noch versucht wieder heil zurück zu kommen. Auch kam mir das Boot wesentlich kippeliger vor als meines. Sehr angenehm empfand ich allerdings die höhere Sitzposition des Sitzes und die Fußstütze, die habe ich in meinem Boot nicht.

Mein Bruder zeigte sich ähnlich enttäuscht vom Canadier. Zugegeben, dass sie mit höherem Luftdruck gefahren werden und einen härteren und stabileren Eindruck machten als meines, mussten wir beide zugestehen. Aber dafür ca. 2000 Euro mehr ausgeben? Kommt mir nicht so richtig in den Sinn.

Beim Zurückgeben der Boote sprach ich den Herrn darauf an und es stellte sich heraus, dass sie beide keine Finnen montiert hatten. Jetzt werde ich meines demnächst auch mal ohne Finne probieren, bin mir aber sicher das ist keine Option.

Durch die beiden Schläuche, welche bei den Grabner Booten übereinander angeordnet sind, sind sie natürlich schmaler als meines, welches nur einen dicken Schlauch je Seite hat.

Trotzdem, ich finde kein Argument, 2000€ mehr zu bezahlen.

Danach fuhren wir noch an den Angerbach in Ratingen. Ich hatte im Internet eine Einsetzstelle gefunden und die wollte ich mir aus der Nähe ansehen. Der Pegel für den Angerbach war mit 30 cm angegeben. Eigentlich genug für ein Schlauchboot, kommt nur darauf an, wieviel Steine so in der Anger herumliegen.

Nachdem wir uns die Anger noch ein wenig oberhalb und unterhalb angesehen haben, kam ich zu dem Schluß, dass ich es erst bei mindestens Pegelstand 40 cm besser 50 cm versuchen will. Ich möchte j, dass mein Boot heil bleibt. Danach waren wir noch kurz am Blauen See in Ratingen. Hat uns nicht wirklich gefallen und Schlauchboot fahren ist dort nach Auskunft beim Bootsverleih nicht erlaubt.

So bleibt weiterhin die Logistik mein Problem.

Ich würde gern mein Boot in Hattingen in die Ruhr setzen und dann die Ruhr abfahren, soweit kein Problem. Ich fand aber noch keine gute Möglichkeit zum Auto zurück zu kommen. Die Öffentlichen fahren einfach viel zu lange (wegen der Umwege).

Ich bleibe an dem Thema aber dran und werde Berichten.

2 Kommentare zu „Vatertag ohne Tour“

  1. die Ruhr ist echt unkomplizierter, keine besonderen Befahrungsregeln und keine Pegelstände beachten. In Essen Kupferdreh ist Kanu-Tour-Ruhr, wo man Kanus ausleihen kann und Zölzer, wo man Kanus kaufen und testen kann.

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    1. Das ist bestimmt die leichteste Lösung. Ich habe, noch ohne Test, gehörig Respekt vor der Strömung. Das werde ich in den nächsten Tagen aber Testen. Im Oberwasser an einem Wehr sollte das auch mit Luftboot gelingen, hoffe ich.

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