Auszeit auf der Ruhr

Dienstag 13.6.2017

Urlaub.
Statt nur den Brückentag wegen Fronleichnam zu nutzen, habe ich die ganze Woche genommen. Planungen sind gut, aber wer mich kennt…… 😉

Am Montag wollte ich ungewollte Überraschungen ausschließen und bin mit dem PKW die Ruhr entlang gefahren und habe mir die über Google ausgesuchten Einsetz Stellen angesehen. wie sich herausstellte, sieht das vor Ort ja immer noch mal anders aus und keine der ausgesuchten war machbar. Ich habe alle Möglichkeiten an Kanuclubs etc. erst einmal ausgeschlossen. Am Kettwiger See, beobachtete ich einen Herrn der sein Faltboot einsetzte. Nach einem kurzen Gespräch, war klar dass die Strömung so gering ist, das ich auch mit meinem Schlauchkanu Sevylor Colorado dort paddeln können sollte.

Also bin ich Mittwoch am unteren Ende des Kettwiger Sees gestartet.
Start Paddeltour Ruhr
Vor mir wurde noch ein Sportboot gewassert. Als ich mit dem Aufblasen (Uhrencheck: 11 Minuten) fertig war, konnte ich auch schon mein Kanu an den Rand, hinter das Zweier Kajak von 2 Damen legen und mich zur Abfahrt vorbereiten. Ich war dann früher im Wasser als die Beiden und rechnete damit, dass sie mich später überholen würden.

Ich paddelte also am linken Ufer den See hinauf.IMG_20170613_173204  Es lief ganz gut, bis auf das meine Paddeltechnik wieder zu wünschen übrig ließ und ich nach kurzer Zeit klatschnasse Beine hatte.
Nachdem ich endlich den Bogen wieder einigermaßen raus hatte und merkte dass es reicht die Paddel durch Wasser zu ziehen und ich nicht voll Power durchknallen muss, konnte ich die Fahrt auch genießen.
Ich erreichte nach ein paar Minuten die Eisenbahnbrücke.

hdr
Eisenbahnbrücke

Ich beobachtete die Wasservögel und schaute mir das Bauwerk in Ruhe an. Hier kam auch das Sportboot schon wieder zurück.

Weiter ging die Fahrt an Laichgebieten (für Bootsverkehr gesperrt) vorbei.

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Hier war richtig Ruhe, trotz der rechts vorbeiführenden Straße. (darauf komme ich später zurück). Ich hörte die verschiedensten Vögel und sah die unterschiedlichsten Entenrassen. Auch spezielle Vogelschutzgebiete sind hier ausgewiesen und das Betreten natürlich verboten. Soweit ich mich erinnere, auch das erste Mal in meinem Leben Kormorane, Live!! aus den Tierfilmen im Fernsehen (er-)kannte ich sie schon.

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Unterwegs sah ich Anleger welche alle als privat gekennzeichnet waren. Trotzdem lud der eine oder andere Biergarten zum Besuch ein. Nach genauer Betrachtung sah ich dann auch die entsprechenden Gastanleger. Diese waren aber meist nicht wirklich zum Festmachen eines Schlauchbootes geeignet.

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Ich hielt mich immer in Ufernähe, außerhalb der Fahrrinne. Das wäre nicht nötig gewesen, da so gut wie kein Bootsverkehr unterwegs war. Ein Motorboot kam mir noch entgegen. Ich war ja alleine Unterwegs und hatte trotz der Hitze aus Sicherheitsgründen meine Schwimmweste an.

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Ich wusste ja nicht was mich an Wellengang bei Begegnung mit solch einem Boot erwartet. Es war total unkritisch, er war langsam unterwegs und der Wellenschlag so gut wie gar nicht spürbar. Übrigens, das 2-er Kajak ist nicht aufgetaucht.

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So langsam merkte ich die Paddelei in den Armen und wünschte mir wirklich ein leichteres Paddel. Gerne auch etwas länger, da der Rand meines Schlauchkanus doch recht breit ist. Ganz anders als das letztens probierte Grabner Kajak.

Ich war sehr froh, alleine unterwegs zu sein. Trainiertere Paddler würde ich evtl. aufhalten oder mich Überanstrengen um doch mithalten zu können.

Ich habe mein Handy in eine wasserdichte Tüte gepackt, damit dem nichts passiert. Für Fotos heiß das anhalten, Handy aus der Tüte holen, Foto machen und wieder einpacken.
Das ist umständlich und das Handy trotzdem in Gefahr. Ich werde meine Digitalkamera suchen und mir diese nächstes Mal um den Hals hängen, dann wird es auch mehr Fotos geben.

Nach der nächsten Kurve sah ich eine Kirche. Keine Ahnung welche aber endlich sah etwas nach einem Ziel aus. Als ich näher kam, erkannte ich die Brücke in Essen-Werden, wo die B224 drüber führt. Ein gutes Stück, ich war schon innerlich ziemlich stolz.

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Hinter Brücke, in der Nähe des Tretbootverleihs hielt ich an und machte eine Mittagspause. Aß meine mitgebrachten Brote und das Obst und endlich mal mehr als einen Schluck trinken…..

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Auch ein wenig enttäuscht, da ich gerne bis zum Baldeneysee Stauwehr gefahren wäre.
Hätte ich zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass es nur noch etwa ein Kilometer gewesen ist, wäre ich dort natürlich noch hin gepaddelt.

Wie am Anfang geschrieben, hat die Ruhr in diesem Bereich kaum bis keine Strömung. Mein Plan, gegen die Strömung hoch und mit den Schlappen Armen die Ruhr mit der Strömung wieder runter, ist also nicht aufgegangen. Außerdem hat der Leichte Gegenwind diesen fast nicht vorhandenen Strömungsvorteil dann wieder zunichte gemacht.

Die Rückfahrt war dann ziemlich unspektakulär. ich wählte die rechte Seite für die Rückfahrt. Der Ruhrradweg ging nahe an diesem Ufer lang. hier waren ob der Fußgänger und Radfahrer keine Vögel mehr zu sehen und zu hören. Den „Lärm“ den Familien mit Kindern und Radfahrer beim unterhalten von vorne nach hinten machen, haben sich auf die andere Seite vertrieben.

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Auf dem Rückweg hatte ich dann Unterwegs das Gefühl in einer Banane zu sitzen. Das Boot schien vorne und hinten deutlich höher zu liegen als am Anfang der Tour. Außerdem bekam ich trotz des ca. 3 cm hohen Sitzes ein nasses Hinterteil. Nach dem ich das Boot aus dem Wasser holte, stellte ich fest, dass der Boden nicht mehr stramm aufgepumpt ist. Er verliert also Luft, was es zu prüfen gilt.

Das ist die mit Runtastic aufgezeichnete Tour:

Tour Ansicht

Zum Schluß noch ein paar Bilder, wenn ich mir schon die Mühe mit ein und Auspacken des Handy mache:

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4 Kommentare zu „Auszeit auf der Ruhr“

  1. Hallo, ich hoffe, Du bist einverstanden, dass ich Deinen Bericht im Falboot-Wiki verlinkt habe? Faltboot-Fahrer haben ja ähnliche Ansprüche an Gewässer wie wir IK-Fahrer. Leider sind die Informationen dort sehr alt.

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