Ruhrgebiet 1

Am Dienstag noch Ostern 2015 bin ich zu einer Tour ins Ruhrgebiet aufgebrochen.
Ich parkte in der Nähe des Duisburger Zoos, packte mein Rad aus und fuhr erstmal zum Duisburger Hafen.
Kaum bin ich dort angekommen, löste sich der Halter von meinem Schutzblech.
Er quittierte die weitere Fahrt mit einem ordentlichen Piepsen und Klappern und ließ damit über den Untergrund keinen Zweifel.
Da ich natürlich so nicht weiterfahren wollte, habe ich den Halter erst einmal mit Gewebeklebeband provisorisch wieder befestigt.
Schutzblechhalter
Weiter ging es über die Schleuse
SChleuse Duisburg
Dann noch etwas an der Ruhr entlang.
Da ich das Ruhrgebiet nicht kenne, habe ich immer noch diesen typischen , voreingenommenen Eindruck von „Kohlenpott“ im Hinterkopf. Der Verstand weiß zwar das dem nicht mehr so ist aber wie das so ist mit „eingebrannten“ Bildern.
Unter anderem deshalb fuhr ich diese Tour. Speziell um die schönen Ecken zu entdecken.
Schwan

Ab jetzt machte sich meine Planung der Tour schon negativ bemerkbar.
Ich habe die Tour zu Hause mit dem Radroutenplaner NRW geplant.
Diesen Track habe ich dann auf meine App GPX Viewer geladen.
Dieser routet nicht, sondern zeigt auf einer Karte mit einer bunten Linie die zu fahrende Strecke, den Track an.
Da ich nicht konsequent auf Themenradwegen geplant hatte, also nur dem Radweg folgen mußte, habe ich dauernd auf die APP schauen müssen, wo es wann, wie weiter geht ( an der vierten links, dann rechts ….)
Das hielt natürlich erheblich auf.
Dazu kommt, das ich die APP von Runtastic mitlaufen ließ um die Fahrt aufzuzeichnen.
Dadurch mußte ich aber auch immer wieder auf die Runtastic App umschalten bevor das Smartphone wieder in der Brusttasche verschwand, sonst zeichnete die APP nicht weiter auf.
Riesig umständlich und nicht zur Nachahmung empfohlen.
Auf Dauer werde ich mir wieder einen Halter für mein Navi anbauen und die Geschwindigkeiten und die gefahrene Tour (die man ja evtl. mal etwas variiert weil man ein schönes Ziel sieht) auf dem Handy loggen.
Dadurch , das die Runtastic APP eben doch manchmal nicht aktiv geschaltet war, fehlt etwas in der Tour Aufzeichnung.

Eine Kontrolle der gefahrenen Geschwindigkeit (Durchschnitt) ergab zu diesem Zeitpunkt 9,9 Km/h.
Sehr enttäuschend, kam aber wohl durch das ständige nachsehen.

Ich wollte die Tour nicht so gestalten das ich den Ruhrtalradweg herauf und wieder herunter fuhr, das fand ich langweilig.
Also beschloss ich schon bei der Planung eine Runde zu fahren.
Dummer Fehler!!!!Ich war zwar auf der Route Industriekultur aber dadurch ergab sich auch relativ viel Stadtverkehr.
Und nicht die erhoften „kleinen Wege“ am Rande der Stadt.
nach einer kleinen Pause Centroging es dann weiter zum Gasometer.
Es war schon recht spät und ich kam nicht im geplanten Tempo voran, da habe ich mir einen Besuch des Gasometers gespart.

Ach ja, ein Leser sagte : “ du bist ja nie auf den Fotos, nicht mal ein Selfie“
Selfie Centro Bitte schön, Jürgen 🙂

Als ich weiter fuhr wurden die Wege langsam gemütlicher, der Stadtstress war vorbei
Essen FRohnhausen
Jetzt verbesserte sich auch die Navigation.
Ich mußte nur dem Radweg zum Gruga Park folgen, es war richtig angenehm nicht ständig auf das Handy schauen zu müssen.Kurz vor der Gruga kam ich an einem ungewöhnlichen Haus vorbei. Es handelte sich um eine Ronald MC Donald Haus.
Ronald Mc donald Haus Essen

Der Radweg wurde nun auch besser und ich kam gefühlt wieder gut voran:

Richtung Gruga         SChild GrugaPark

Mein weiterer Plan war hier, mitten durch den Gruga park Südwärts Richtung Ruhr zu fahren.
Aber Pustepuchen. Der Park ist nur mit Eintritt zu betreten und Fahrräder sind nicht zugelassen.
Also mußte ich um den Park herum fahren und da fing der Ärger mit der Navigiererei wieder an.
Ständig auf das Handy schauen müssen.
Auch der Weg den ich angeblich parallel zur A52 fahren wollte, war nicht zu finden.
nach einem Blick auf die App war dann aber klar wie ich fahren müßte.
Immer Richtung Essen Frohnhausen / Margareten Höhe.
Diese Radwege waren auch gut ausgeschildert also kein Problem.
Es stellte sich aber ein anderes Problem ein.
Ich kam nicht mehr auf Tempo und ich mußte mich sehr anstrengen beim Treten.
Das verstand ich nicht da ich ja noch nicht soooo weit gefahren war. an leichten Steigungen blieb mir jetzt schon nichts anderes übrig als den Motor einzuschalten um wenigstens mit abnehmbaren Tempo weiterzufahren.

Das ärgerte mich extrem !!!!!

Ich passierte die Essener Station des Deutschen Wetterdienstes
Deutscher WEtterdienst Essen

und fuhr dann weiter ab ins Ruhrtal Richtung Ruhrtalradweg
Ruhrtal2 Rihrtal3

Nach ca. weiteren 3 Kilometern war klar warum ich so schwer treten mußte und nicht richtig voran kam.
Der linke Vorderreifen meines Trikes war platt. natürlich an einer Stelle mitten im Wald wo auch kaum jemand vorbei kam.
Das ist der Platz aus 3 Richtungen aufgenommen:
PLatten1 Platten2 Platten3
Egal Schlauch wechseln, aufpumpen und weiter – so der Plan
Beim Ausbau des Schlauches war ich sehr irritiert, da er sich in Falten gelegt hat, das ist ja so eigentlich nicht geplant.Platten4

Leider stellte ich hier fest, das ich den Reserveschlauch zu Hause vergaß. Das kann jetzt lustig werden.
Ich baute den Schlauch aus um das Loch zu flicken, fand aber keines.
Also Schlauch wieder einbauen und Aufpumpen.
Dabei kristallisierte sich das nächste Hemmnis heraus. Ich hatte mir beim Discounter eine günstige kleine Pumpe mit Manometer gekauft. um es kurz zu machen, das Ding ist Mist.
Der Druck beim Pumpen ist extrem und ich war froh 3 Bar in den Reifen rein zu bekommen.
Lt. Hersteller beträgt der Mindestdruck 3,5 Bar. Egal, muß so gehen…….

Am Ruhradweg angekommen, mußte ich nachpumpen, also ein schleichender Platten. Super ick freu mir.
Ruhrradweg1

Zur Weiterfahrt war der Plan, so schnell wie möglich zu fahren um so wenig wie möglich zum Pumpen anhalten zu müssen.
Dadurch war natürlich auch nix mit Genießen des Ruhrtalradweges da sich mittlerweile recht viele Fußgänger , Radfahrer und Hundeausführer dort befanden und eine Rücksichtsvolle Fahrweise benötigten, man will ja nicht als Rüpel da stehen….
Dann war wieder Pumpen angesagt.Pumpen2V
Von der Pumppause 2 am Ruhrtalradweg gibt es kein Photo.
Das Motiv ist so gewählt, das ich im nachhinein feststellen kann, wie oft ich Pumpen mußte und wie lange (Uhrzeit) ich fahren konnte.

Ich stellte fest, wenn genug Luft im Reifen ist, komme ich auch ohne den Motor über 25 km/h (da schaltet er ab) und zwar ganz schön lange und auch die kleinen Wellen die der Radweg so hat , bügelte ich glatt.
Den Muskelkater dafür hatte ich am nächsten Tag 🙂
Wenn ich den Motor zuschalten mußte um das Tempo zu halten, war ca. 5 Minuten später auch wieder Pumpen angesagt.
Hab ich erwähnt das die Pumpe Mist ist?

Wie auf dem nächsten Bild zu erkennen ist, hat die Luft ca. eine halbe Stunde gehalten bis zur Pumppause 4!!!
Da bin ich am Aquarius, ein Wassermuseum. Zur Besichtiigung war es leider schon zu spät.
Hab ich erwähnt das die Pumpe Mist ist?

Pumpen4 am Aquarius

Also weiter, mit hoher Anstrengung und möglichst immer über 25 Km/h (warum sind die Beine so warm?)
Jetzt geht es weiter durch die Stadt. ich lasse die Radwege aus und fahre sehr zügig auf dem glatten Asphalt der Straße.
Warum haben wir hier nicht so gepflegte Straßendecken??????
Es reicht aber nicht, kurz vor dem Parkplatz wo das Auto steht, muß ich nochmal Luft Tanken.
Zum Glück ist hier eine Tankstelle, mir tut der Unterarm vom Pumpen schon weh.
Ich finde es zwar eine Frechheit, zum Luft füllen (Prüfen ist kostenlos) einen Euro von den Tankstellen zu verlangen aber in diesem Moment ist es mir egal und ich bekomme 5,5 Bar in meinen Reifen. Es ist die 5te Füllung!
Pumpen 5

Der Rest zum Parkplatz lief dann Problemlos und zügig.

So, ein kleines Resumé zur Tour.
Im Prinzip war sie nicht schlecht. Wenn ich morgens früh gegen 8 Uhr losgefahren wäre, hätte die Zeit auch zur  Besichtigung aller Ausflugsziele gereicht.
Die Tourplanung muss überdacht werden.
Die Ausrüstung des Rades muß komplettiert werden.
Ersatzschläuche und evtl. einen Faltreifen und jaaaaa eine bessere Pumpe.
Als ich diesen Blog schrieb, fiel mir noch ein das ich gar keinen Schlüssel dabei hatte um das Hinterrad auszubauen.
KarteGeschwindigkeit

2 Kommentare zu „Ruhrgebiet 1“

    1. Hallo Susanne, danke für deine Kommentare (die Ersten).
      Das dachte ich auch, das die Tour toll sei, die Zeit reichte aber nicht dafür, deshalb ist sie verschoben.
      Eine Woche Urlaub mit beiden Wochenenden, dann sind es ja mur noch ca. 35 km pro Tag das schafft du auch.
      Ich werde mich rechtzeitig melden wenn ich die angehe…..

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