Paddeln Krummhörn an Allerheiligen

1.11.2017

3:00 Uhr morgens, alles tut mir weh und ich kann nicht mehr schlafen.
Ich bekomme keine Luft, da alle Fenster zu  sind und ich kann nicht mehr schlafen.
Hab ihr sicher alle schon mal erlebt, was soll man tun wenn die Familie noch schläft?
Ich schreibe am Blog.

Von vorne:

Als unsere Tochter noch klein war, suchten wir einen passenden Urlaubsort.
Ein Bauernhof mit Tieren sollte es sein.
Diesen fanden wir in Ostfriesland bei Familie Saathoff. www.Ferienhof-Saahof.de.

Seit nun fast 20 Jahren kommen wir fast ohne Unterbrechungen hier hin um einfach abzuschalten. Das Jahr ist im Herbst so gut wie rum und wir entfliehen der Hektik des täglichen seins.

Also wie immer: erst einmal eine Antenne für die Kurzwellen Funkanlage im Garten aufbauen.
Das Wetter ist dieses Jahr nicht so berauschend, es gibt Sturm und immer wieder leichten Regen. Kein gutes Wetter zum Drachen steigen lassen und auch nicht um Rad zu fahren.
Da mir mein Rad letztes Jahr gestohlen wurde, habe ich eh keines mitgenommen.

Aber ich habe mein Kanu, das Sevylor Colorado, das ihr schon aus meinen anderen Berichten kennt, mitgenommen. Ich wollte endlich mal auf den Sielen Paddeln.
Und dann jetzt dieses Wetter! Gut nicht ungewöhnlich für Ende Oktober, wir hatten hier ja schon alles, Schnee, Regen, Sonne, 24°C……
Mal Wind um die Drachen steigen zu lassen oder auch gar keinen.
An Allerheiligen jedenfalls hatte es wieder 3-4 Bft und ich will unbedingt Paddeln, der Urlaub geht langsam zu Ende.
3-4 Bft auf einem aufblasbaren Kanu sind nicht unbedingt einfach zu Händeln und verlangen auf jeden Fall erhöhten Einsatz.
Eigentlich würde ich bei diesem Wind gar nicht aufs Wasser gehen mit diesem Boot. Da ich aber ziemlich angefixt wurde durch Berichte im Netz bezüglich des Paddelns in der Krummhörn, besonders hat www.Ostfriesland-entdecken.de, dazu beigetragen, wollte ich es unbedingt probieren. Das Boot mitschleppen und dann gar nicht Probiert haben, war keine Option.
Also baute ich gegen späten Vormittag mein Boot beim Anleger der Familie Saathoff auf. Dieser liegt am „Alten Greetsieler Sieltief“ Das ist einer Großen Siele, in dem alle kleinen Siele zur Entwässerung des Landes Münden. Breite ist etwa 10 Meter und ziemlich geradeaus ins Land gestochen. Von daher eigentlich etwas Langweilig. Aber ich wollte ja auch in kleine Siele Abbiegen und gucken was es schönes, vor allen Dingen an Tieren ohne „Muh“ zu sehen gibt.

Die Lufttemperatur beträgt 9°C und das Boot war wie immer nach 20 Minuten flott aufgebaut.
Über das durch den Baumstamm befestigte Ufer, war das Einsteigen auch kein Problem. Meine Frau, welche erst noch ihren Kaffee austrank und dann zum Gucken nachkam, meinte auch: „Oh, das ging ja schnell“ Leider hatte sie nichts zum Fotografieren mitgenommen, so dass ich wieder kein Bild von mir im Bot habe, schade.

Also eingesessen und losgemacht. Klappt alles noch, fühle mich wohl. Endlich auf dem Wasser in meinem Boot. Der Wind kam aus östlicher Richtung, in diesem Fall aus Greetsiel. Ich machte ein paar Schläge gegen den Wind und stellte fest, dass es sogar gehen würde. Ich entschloss mich dennoch gegen Osten zu starten, da ich den Siel der sich in Richtung Osten zwischen der Feldern verliert noch nicht gesehen habe.

Was man wissen muss:

Will ich sportlich, schnell Paddeln? Nein
Will ich mich extrem verausgaben und auspowern? Nein
Will ich riesige Entfernungen an einem Tag schaffen? Nein
Will ich mich an die richtige Paddeltechnik halten um möglichst effektiv vorwärts zu kommen: Nein

Was will ich denn?

  • Ich will Spaß haben mit/auf dem Wasser und Natur erleben
  • Ich möchte mich etwas Bewegen und auch mal anstrengen (Wind)
  • Ich möchte einfach meine Umgebung auf andere Weise wahrnehmen.
  • Ich könnte sogar noch langsamer wenn Mitpaddler langsamer sind.
  • Und ich mag Pause machen zum Gucken, Fotografieren, Kaffeetrinken

So nachdem das erklärt ist, weiter zur Tour.
Ich Paddelte also das „Alte Greetsieler Sieltief“ nach Osten, Das heißt von Greetsiel weg.
Als erstes kam ich mal unter einer modernen Brücke durch welche zum Bauernhof führt. Hier schon musste ich mich bremsen, da ich lange nicht gepaddelt bin und die Tour nicht schon nach einer Stunde vorbei sein sollte. Also bummelte ich weiter. Verabredet war, dass ich nicht gegen den Wind zurück paddeln müsse sondern meine Frau mich mit dem Wagen abholen werde.
Das Entspannte die Sache zusätzlich.

Als nächste kam ich zu einer schon abgetragenen oder zerfallenen Brücke.

Bild

Hier sah ich auch den ersten und leider auch einzigen Kormoran. Von dem gibt es keine Bild. Ich muss an der Kameraausrüstung noch etwas ändern. Mit dem Handy geht das auf Dauer so nicht mehr. Ich wünsche mir eine kleine, welche ich stets im Zugriff habe und mit der ich auch mal ein „Actionvideo“ vom Paddeln oder Radfahren machen kann. Das soll natürlich im finanziellen Rahmen bleiben, dafür gebe ich bestimmt keine 200€ aus…

Bisher kam der Wind ja von hinten und auf Grund der ziemlich tiefen Lage des Siels, bekam ich davon kaum etwas mit. Jetzt knickte der Siel nach Süden ab und ich sah schon an den Wellen die „um die Ecke“ kamen, dass da mehr Wind war.

Kurze Überlegung:
beim Start kam der Wind aus westlicher Richtung und ich fuhr gen Osten.
Jetzt fahre ich nach Süden und der Wind kommt von dort?
Später stellte ich fest, dass die Windrichtungen doch sehr „regional“ sind und nicht auf der ganzen Krummhörn gleich. Auch scheinen sie in/durch die Siele Kanalisiert zu werden.
Der beste Vergleich, den ich hierzu kenne kommt vom Radfahren:

Der Wind kommt immer von vorn, immer!
Spätestens hier, merkt dann selbst der unerfahrenste Paddeler, dass es besser ist am Rand des Sieles zu paddeln als auf dessen Mitte. Hier ist der Wind deutlich geringer. Ich dachte ja ich könne vom Segeln her den Wind auf dem Wasser „lesen“. Das stellte sich in diesem Fall aus Trugschluss heraus. Da wo auf dem Wasser kein Wind zu sehen war (annähernd glatt), da war der Körper doch genau im Wind und es ließ sich schwer paddeln. Am anderen Ufer, von wo der Wind vermeintlich kommt, waren zwar mehr Wellen, aber weniger Wind und es ging zügiger voran. Es war Kurios und deshalb habe ich das mehrfach Verifiziert. Ist einfach so. Kommt der Wind von rechts (Quer, vorne, hinten) ist es am rechten Ufer einfacher. Rate mal wie das aussieht wenn der Wind von Links kommt 😉

Was habe ich bisher gesehen? Außer der Brücke und dem Kormoran? Nicht viel. Das Wasser im Siel steht recht tief, das Ufer ist recht hoch (einen Meter?) und ich konnte hauptsächlich den Himmel und die Wolken sehen. Ist irgendwie auch mal was anderes, da man von nichts abgelenkt wird, Paddeln, in Gedanken sein und die Ufervegetation sehen.

Als nächstes geht es links herum und der Wind kommt von…… ach hatten wir ja schon, immer von vorne.
Aber es sind nun Häuser auf der rechten Seite und auch einige Bäume sind da. Die Gärten reichen bis an den Siel und die unterschiedlichsten Boote sind auf Land oder Steganlagen gezogen. Es ist alles dabei: Kanus, Motorschlauchboote, Tretboote, Jollen, Festrumpfsportboote.

Durch die Bebauung ist der Wind auf ein laues Lüftchen abgeflacht und es lässt sich ruhig und bequem paddeln. Das herbstliche Laub treibt im Wasser und es ist ruhig. Ich mag das.

Der Siel schlängelt sich nun durch Eilsum und ich komme an eine Gabelung.
Rechts oder links, eine gute Frage. Wo hin will ich eigentlich? Eigentlich wollte ich nur Paddeln und mal gucken was so kommt. Rechts oder links? Ich könnte ja auf dem „Alten Greetsieler Sieltief bleiben“ damit hätte ich einen Plan. Da ich keine Karte gekauft habe, müsste ich jetzt das Handy zücken und in Google Maps nachsehen. Will ich aber nicht und ich entscheide mich für links.

Weiter geht es an Häusern vorbei mit Steganlagen und Booten, im Wasser, auf Land oder schon halb oder komplett abgesoffen.

Als es wieder raus auf die Felder geht, nimmt augenblicklich der Wind zu.
Theoretische Betrachtung: ich will ruhig vor mich hin paddeln, habe ja Zeit.
Wenn also der Wind von vorne kommt werde ich langsamer bei gleichem Krafteinsatz.
Schöne Theorie. Ich neige aber dazu, bei mehr Wind auch schneller / stärker zu Paddeln um die Geschwindigkeit zu halten. Immer wieder muss ich mir die Theorie ins Gedächtnis rufen und die richtige Seite wählen. Nach eine paar Bögen kommt der Wind mal von hinten, darauf habe ich gewartet, sich schieben lassen, kann bei 4 Bft auch nicht so viel langsamer sein als Paddeln. Die Arme ausruhen und sich treiben lassen und nur Gucken, wenigstens einen Moment lang.

Also das Paddel quer übers Boot gelegt und die Paddel in den Wind gedreht, treiben lassen.
Schöne Idee, geht aber nicht. Der Wind dreht das Boot quer und schiebt es dann vor sich her. Eigentlich auch nicht schlimm, aber es geht nur höchstens 1/3 so schnell wie unter Paddel.
Schade eigentlich. Wer sich anstrengt wird doch auch mal den Wind genießen dürfen und würde somit auch weiter kommen und mehr sehen mit derselben Anstrengung, schoss es mir durch den Kopf.
Das ist der Moment, wo mir zum ersten Mal ein anderes Hobby von mir in den Kopf schoss: Segeln.
so könnte man den Wind gut nutzen. Dazu vielen mir Videos aus dem Netz ein, von einer Firma „www.sailboatstogo.com“. Dabei handelt es sich um Schlauchboote welche mit Seitenschwertern und Segeln zum Segeln genutzt werden. Natürlich fahren sie nicht so gut wie eine Jolle, und aufkreuzen gegen den Wind soll auch nicht richtig gehen. Aber alles von achterlichem bis Halbwind geht. Damit sind schon einmal viele Strecken segelbar. Und mit den kurzen Masten käme ich hier auch unter ca. 90 % der Brücken durch.
In einem Bericht über Segelkanus las ich mal einen sehr alten Spruch den ein erfahrenem
Kajakfahrer /-segler mal prägte: Segel wenn du kannst, Paddel wenn du musst.
Gefällt mir ausgesprochen gut, ich werde mir mal überlegen, wie ich das umsetzen können wollen werde.

Die weitere Fahrt eher Trist, keine Tiere außer ein paar Enten und Wasserhühner, nur Ufer sonst nix. Ach ja und Wind 😉
Ich kam nach  Grimersm hier kam ich am Wassersportverein vorbei. Es langen noch einige Motorboote im Wasser und Baumbestand war nur auch wieder vorhanden. Angenehmes Paddeln.
Bild

Die Uferbefestigungen der folgenden Gärten waren hier sehr abenteuerlich. Meist sah es wie ein Ablageplatz aus. Aber es gab auch Stege mit einem Grill und ein paar Gartenstühlen darauf. Es ist sicher nett dort im Sommer unter den Bäumen am Wasser zu sitzen, zu Grillen und den vorbeifahrenden Booten zu zusehen.

Ich bin jetzt seit ca. 1,5 Stunden unterwegs und die Unzulänglichkeiten meines Bootes machen sich bemerkbar. Als aller erstes fällt mir auch, dass ich eine Fußstütze vermisse. Die gerade im Boot ausgelegten Beine melden sich, also wechsele ich in eine recht offenen Schneidersitz, schon besser.
auch denke ich eine höhere Sitzposition wäre für mich angenehmer. Dafür werde ich beim nächsten Mal den 2 ten sitz auflegen, mal sehen ob es dann besser wird. Ich möchte gerne mal aufstehen, einen Schluck Wasser aus meiner Flasche nehmen und einen Apfel essen. Das geht aber nicht, die Stege sind Privat und außerhalb was das Ufer so hoch, das ich da nicht aussteigen könnte ohne auf dem Gras auszurutschen und im Siel zu landen. Also weiter.
Der Sturm hat seine Spuren hinterlassen. Ich sehe überall umgestürzte Bäume und andere Beschädigungen. Aber jetzt liegt mal einer Mitten im Wasser. Zu, Glück muss ich da nicht drüber klettern, wie Rainer das in seinem Blog urban-wildnis-packrafting-bs-watenbuettel-bs- vor kurzem berichtete, sondern konnte ganz bequem Links dran vorbei paddeln. Es geht wieder auf die Felder hinaus und damit in den Wind und der kommt…….. ach hatten wir ja schon.

Auch hier weiter nichts aufregendes. Weite, Himmel, Wind, The brain and me.

Und doch fällt mir etwas Neues auf. Ich sehe Schilder, Schilder die in Wasser stehen und einen Namen tragen. Name und Ort. Die ersten Beiden nehme ich zur Kenntnis ohne mir Gedanken zu machen. Dann scheue ich genauer hin. Hinter dem Schild ist eine weitere Stange in den Siel getrieben, ich vermute es handelt sich um Stellnetze und die müssen gekennzeichnet sein, wer sie aufgestellt hat. Es folgen weitere dieser Konstellationen. Gibt es professionelle Fischer die im Siel ihrem Geschäft nachgehen? Vielleicht weiß das einer von Euch?

Also weiter, nichts aufregendes. Weite, Himmel, Wind, The brain and me.

Halt was ist das, das habe ich doch auch schon ein paar Mal gesehen.
eine schwimmende Hütte, daneben ein Stab – zum Befestigen?
Das ganze immer dort, wo eine kleinerer Siel in diesen hier mündet.
Es ist eine Türe / Fenster zu sehen, vergittert. Eingang von unten?
ich weiß nicht was es ist, auch diese Hütte ist wieder mit einem Namen und einem Ort auf dem Dach versehen. Kann es sich um eine Falle handeln? Was wird damit wohl gefangen?

Ich habe keine Lust mehr.

  • Genug Brain and me.
  • Genug nix Neues zu Gucken.
  • Genug zu viel gegen den Wind gepaddelt.

Was ich jetzt benötige ist eine Ausstiegsstelle welche gut mit dem Auto erreichbar ist so dass die Liebste mich abholen kann. Nach der nächsten Biegung, ein Siel wie ein Kanal.
Breit, lang, Schnurgerade. Aber zum Glück wind von Hinten.

Habe ich schon einmal von segelbaren Schlauchbooten erzählt? 😉

Wie ich also an dem recht hohen Ufer entlangpaddele, sehe ich in ca. 2 km eine Brücke klar voraus. Brücken haben den Vorteil, dass sie meist bis ans Wasser befestigt sind und eine Ausstiegsstelle bieten. Außerdem sind sie per Auto zu erreichen, also perfekt. Weiterpaddeln!

Nach etwa der Hälfte des Weges, kommt ein Wasserlauf von links. Dort entdecke ich ein Schild. Seit wann sind die Wasserläufe bezeichnet, hats die ganze Zeit doch nicht gegeben denke ich bei mir.
ich fahre also ein Stück näher und von hinten um das Schild herum: W.S.S. alte Baak.
Das klingt nach Wassersport und damit nach Stegen und damit nach Ausstiegsstelle. Also rein da. Hier ist es viel tiefer, das Ufer ca. 2m hoch, grasbewachsen aber ohne Wind.
in der Ferne sehe ich eine moderne Brücke, auch eine potentielle Ausstiegsstelle.

Bei der Brücke angekommen, stellt sich heraus, dass sie wegen des Bootsverkehrs und der schmalen Durchfahrt von ca. 2,5m mit Planken gesichert ist, auch nicht schön um auszusteigen.
aber dann kam ich in den Hafen. Stege. Zwar etwas hoch aber würde schon gehen.
Also Paddel ich gemütlich durch den Hafen um mir alles anzusehen und entdecke eine Slip Rampe. Perfekt für mich zum Aussteigen.

Die Liebste Angerufen und Position per Watts App geschickt, läuft.

Ich trage das Boot aus dem Hafengelände ca. 300 m zur nächsten Straße. Dort sortiere ich mich erst einmal. Regenjacke aus, Strickjacke an, Regenjacke drüber. Es beginnt leicht zu regnen.
Solange ich unterwegs war, war mir mit meinem T-Shirt und der Regenjacke auch nicht kalt. Das änderte sich schlagartig nach dem Aussteigen. Zum Glück war ich vorbereitet…

Was nehme ich mit?
Die andere Richtung wäre wahrscheinlich doch die Schönere gewesen da sie an alten Villen etc. vorbei führt. Für solch extrem windige Tage, könnte ich mir ein kleines Segel als schöne Unterstützung vorstellen.
Ich muss doch unbedingt mal ein Feststoffkanu ausprobieren. Das Luftboot ist doch sehr Windanfällig und auch sehr langsam bei Gegenwind.
Paddel ich nochmal in der Krummhörn? Auf jeden Fall.

 

 

2 Kommentare zu „Paddeln Krummhörn an Allerheiligen“

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