Skippertraining IJsselmeer

Hallo liebe Leser,
beim Segeln wird es meist spät und deshalb komme ich schlecht zum Berichten. Diesmal berichte ich euch von einem Skippertraining auf dem IJselmeer in den Niederlanden.

Am 14.6.2015 ging es in Mettmann los. Wir trafen uns bei uns zu Hause und haben den Jumpy mit Personen und Gepäck beladen. In Kempen noch eine Person abgeholt und damit war selbst der Jumpy rappel voll.

Angekommen in Stavoren, hat die eine Gruppe die Schiffe (Bavarias) besichtigt und die anderen sind Einkaufen gefahren.
Ich war noch nicht ganz eine viertel Stunde auf der „Summerjoy“ und mußte seit dem durch ein kleines Missgeschick auf meine (Gleitsicht-) Brille verzichten.
Wir bunkerten also erst einmal alle Einkäufe, verteilten die Schlafplätze und richteten uns häuslich ein.
Dank von Markus mitgebrachtem und vorbereitetem Chilli, mußten wir  am ersten Abend auch nicht kochen.

Am 15.6.2015 sind wir dann nach dem Frühstück, hören des aktuellen Wetterberichts über Funk und Besprechung was wir am heutigen Tag übe wollten, aufgebrochen.

Summerjoy2

Ich habe den ersten Ableger aus der Box gefahren, nach gut einem Jahr , wo ich nicht mehr auf einer Yacht war, war ich schon ein wenig nervös. Dank gutem Überlegen vorher war das aber kein Problem.
Die Leinenführung der Mannschaft war vorbildlich und so gab es auch kein Problem.
Auf dem IJselmeer haben wir dann die Segel gesetzt und wenigstens kurz mal gezeigt, dass wir ein Segelboot sind. Bei dieser Gelegenheit, konnte ich auch das erste mal erfahren, wie so ein Beilieger in echt funktioniert
(in der Theorie war mir das klar).
Danach warfen wir noch einen Fender über Board und haben einige Zeit Motormanöver wie aufstoppen am Fender vor und mit dem Wind, Vorwärts wie Rückwärts geübt  um das Boot und sein Verhalten kennen zu lernen. Wir machten am Meldesteiger bei ablandigem Wind fest. Das war nicht sooo einfach, hat aber bei allen geklappt.

Eine manövrierunfähige Yacht, welche mit Motorschaden auf Legerwall lief, wollten wir noch an den Steg schleppen aber der Motor konnte noch rechtzeitig repariert werden.

Nach dem obligatorischen Anleger (Getränk nach dem Anlegen, Prost), kümmerten wir uns ums Abendessen. Stefan kochte Lecker Spaghetti Bolognese, dank einem Zugriffsfehler, wurde sie mit asiatisch Süß – Sauer veredelt, was von allen guten Zuspruch fand. Echt lecker.
Sind die besten Rezepte nicht oft durch Zufall entstanden?????

16.6.2015
So, wir üben noch die verschiedensten An- und Ablegemanöver und verlassen Stavoren und fahren nach Makkum.
Durch das Üben blieb uns keine Zeit mehr zum Segeln, da der Wind einfach zu ungünstig stand.
Wir Motorten also nach Makkum und sind auch erst sehr spät eingelaufen.
Da die Crew die Tagesaktivität doch sehr stark spürte, haben uns eben ein paar Frikadellen (selbst) gemacht, den Rest der Nudeln von gestern aufgewärmt und uns dann nur noch in die Kojen verzogen.
Auch hier liegen die ganzen Segel und Motorboote wieder schön ordentlich aufgereiht im Hafen

Makkum1

Allerdings interessieren mich immer wieder Fahrzeuge, welche nicht unbedingt so  gleich wie alle anderen aussehen , wie dies hier:
Segelschiff3

17.6.2015
Weiter gehts.
wir haben früh abgelegt, den heute haben wir uns eine interessante Aufgabe vorgenommen.
Wir fahren durch’s Watt.
Das heißt, wir mußten erst das Hoch- und Niedrigwasser feststellen, damit wir an den Gebieten mit relativ wenig Wasserstand zur Zeit der Durchfahrt genug Wasser unter dem Kiel haben.
Wir Schleusten also durch Kornwedersand und fuhren Richtung Harlingen.
Der Wind blies mächtig mit 6 Bft und somit reichte uns nur die Fock ( Vorsegel) aus um zügig voran zu kommen. Mit ca. 7 Knoten bei der Fahrt durchs Wasser zuzüglich der Fließgeschwindigkeit , kamen wir hervorragend voran.

Segelschiff3
Zum Glück war es die ganze Zeit trocken, das macht einfach mehr Spass.
Zur Zeit, wo ich euch mit diesen Infos versorge, sitze ich unter Deck und draußen ist es am Regnen.
Beim Anlegen mußten wir uns wieder richtig anstrengen, da der Wind doch mächtig in den Hafen blies.
Aber auch das konnten wir wieder meistern.
So liegen wir also jetzt auf der Insel Vlieland und lassen den Abend ausklingen.
Morgen wollen wir zurück nach Harlingen, das ist von hier aus noch vor der Schleuse, schauen uns dort den Ort an, kaufen das ein oder andere Nützliche und unnützes und Laden das Schwesterschiff mit den Mädels auf ein Gläschen Sekt ein…..

SAM_0405 Watt10 VlielandHafen2

18.6.2015
heute sSind wir von Vlieland nach Harlingen aufgebrochen.
Dabei ging es wieder durch das Watt. Das setzte Voraus, das wir wieder auf die Gezeiten aufpassen mußten um im Watt nicht aufzusitzen.
Ich habe mich heute dann mit dem Logbuch vergnügt und die Navigation an der Karte nachvollzogen und die Nächsten Richtungen geplant. Meine Ergebnisse dekten sich dann (zum Glück) mit denen unseres Skippers.
WEnn Skiper ein Gebiet sehr gut kennne, habe ich festgestellt, da nur noch wenig mit der Karte gearbeitet wird.
Das ist auch nachvollziehbar, wer benutzt für den Heimweg oder zum Einlaufen ein Navi im Auto.
Vor der Abfahrt habe ich an Hand der Karte ermittelt, das es etwa 19 Sm sein müßten.
Ich habe regelmäßig den Kuftdruck und den Kurs sowie die Geschwindigkeit über Grund als auch bei der Fahrt durch Wasser nieder geschrieben. es ist schon erstaunlich den UNterschied bei Gegenströmung und wenn man mit der Strömung fährt zu sehen.
zusätzlich habe ich das Passieren von Untiefen ( Tonnen) und besonderen Stellen im Watt notiert,
Ich war sehr Froh, das nach Auswertung der Logge und Zusammenrechnung meiner Teilabschnitte jeweils 19 Sm heraus kam.

Unterwegs habe wir noch einiges an Segelmanövern trainiert, nicht das wir die Meisten nicht gekonnt hätten, aber es gibt ja immer noch etwas dazu zu lernenn und zu verbessern.

Das Anlegemanöver in Harlingen( der Hafen liegt Mitten inder Stadt) war sehr Anspruchvoll.
Wir mußten mitten in einem Kanal drehen, der aber kaum Breiter als unser Segelboot ist. Dazu kam der Wind, so dass es echt schwierig war das Boot herum zu drehen und am Ufer anlegen zu können.
Als dann die Brücke wieder aufgemacht wurde, sind viele Sportboote herausgefahren, der Kanacl war echt dicht und überall war es mehr als Knapp. Sehr interessant hier zuzuschauen. Als dann noch ein Plattboden herein kam, mußten sich die Sportboote an den Rand begeben, da wurde es noch  mal so richtig eng!
Jedenfalls sind dann die Mädels mit ihrem Boot zu uns herüber gekmmen und haben an uns festgemacht.

Das Festmachen war auch nicht so einfach, weil wir den Tidenhub im Hafen ( 2 Meter) berücksichtigen mußten. Schließlich willten wir unser Schiff ja nicht an der Hafenmauer hängen sehen 😉

Am Nachmittag haben wir uns dann wieder Theoriethemen gewidmet.
Tatsächlich mußten wir auch noch etwas einkaufen gehen, da wir befürchteten dass uns Brot und Aufschnitt ausgeht. Das hat es noch nie geggeben, normalerweise Bunkern wir immer genug und nehmen sogar wieder etwas mit nach Hause.
Nach dem Essen werden wir die Mädels noch zu einem Gläschen Sekt einladen und dann werden wir , auf jeden Fall aber ich heia machen.

Morgen wird noch einmal ziemlich anstrengend, wir werden wieder weit segeln und Ankern und weiteres ausprobieren. Zielhafen wird Medemblick

21.6.2015
Die letzten Tage waren sehr anstrengend und leerreich zu gleich.
Da wir immer sehr spät im Hafen waren und dann nach noch kochten, kam ich nicht weiter zum Berichten. Auch ein Geburtstag bei der Frauen crew ließ es wieder spät werden.
Im großen und Ganzen blieb es trocken und wir haben noch die letzten verbleibenden Möglichkeiten des Anlegens trainiert.
Am Samstag Nachmittag haben wir noch den Segeltrimm optimiert und die verschiedenen Trimmmöglichkeiten und deren Auswirkungen kennengelernt.
Ich sitze gerade im Auto und tippe diese Zeilen ins Handy ein.
Auf Grund meiner verlorenen Brille fährt Anke natürlich.
Heute morgen haben wir noch mal schön gefrühstückt und Versuch die restlichen Eier zu verbrauchen.
Nachdem das Auto wieder geladen war, es wa natürlich wieder viel zu viel übrig, haben wir noch einmal angehalten um zur Mittagszeit Kibbelinge mit Parat zu uns zu nehmen.
Ich werde in den nächsten Tagen die sen Blog noch ergänzen undie Bilder einfügen

 

Ich freue mich auf Kommentare 😉

2 Kommentare zu „Skippertraining IJsselmeer“

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